Dienstag, 3. Juni 2014

und der Igel sprach: "über Tintenfässer & tiefe Gewässer"

So enden Geschichten, bevor sie anfingen und seien wir ehrlich, wir sind doch wahrlich kein Unterhaltungsprogramm to go.

Sind wir uns bewusst über die Notwendigkeit, dass um eine Geschichte als solche zu deklarieren, 
ja bestenfalls erzählen zu können, es notwendig ist, sie passieren zu lassen, passieren, vorbeiziehen,
ja sogar via high 5 in richtiger Reihenfolge auf- wahlweise wieder abtauchen zu lassen.

Wie der Vollzeiturlauber torchelt man durch die Jahreszeiten einer Großstadt und hofft, das richtige Rüstzeug mitzubringen, um nicht unterzugehen. Auf Grund zu laufen, weil das Schwimmwestentragen aus Sicherheitsgründen einmal ausnahmsweise für nichtig erklärt wurde. Überbewertet wie Reißleinen beim Bungeesprung, Schirme beim Fallschirmflattern oder gar, weil es kostet ja nichts, die Atemflasche bei der Tauchung. Nichts Halbes, nichts Ganzes, weder halb voll und schon gar nicht halb leer, dümpeln wir dann auf dem Boden dieser unser aller eigener Weltmeere.
Wie ist umzugehen, wenn das nötige Kleingeld gespendet wurde und man am Ende des Tages selbst keine Nahrung mehr von dem nicht vorhandenen Geld käuflich erwerben kann? Dann ist es soweit - man muss gerettet werden.

So rennt eine Hetzjagd der anderen hinterher und eilt der Zukunft entgegen, ohne der Gegenwart je eine Chance gegeben zu haben. Der Mut der gewöhnlicherweise für eine Herde Menschen reicht, ist dann nicht mehr genug für einen selbst.
Zeit hin, Zeit her, im Grunde ist sie zu begrenzt, um all den Unfug zu treiben, der das Naheliegende entfernt und die Ferne unendlich werden lässt.
Wird die Feder dann trocken und selbst für ein Wort ist kein Tropfen mehr übrig, dann kann es mitunter bis immer vorkommen, dass noch lang nicht alles gesagt ist. Alles, wie anteilig ein Gefühl, ein Gedanke,wahlweise Angst, die keinen Platz hatte, Gehör zu finden.
Ist sodann die Geschichte epochal beendet, ohne dass sie je begann, das Wort nun in allen doch so lebenserhaltenden Zentren geblieben, was dann?

Der Igel für seinen Teil bucht zu seiner Sammlung leerer Tintenfässer noch einen Hauch seiner eigenen Triebfeder, die ihn anspornt, an das große Finale zu glauben, das dann und wann eintritt, wenn die Hetzjagd vorbei ist, die Farbe aufgefüllt und das Eis des Tages keines mehr ist. 


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