Donnerstag, 11. Juni 2015

"schippern oder wie man mit paddeln nicht mehr ankommt"

Nun geraten unsere Miterleber nicht selten in Panik. Als würde das Schiff sinken auf dem Sie schippern, wenn die tägliche Mitfahrgelegenheit mal zwei Haltestellen auslassen muss. Zitternd kauen sie auf den zum-mitnehmen-Bechern, Tüten und Tabletts als wäre es ihr Untergang.

So und nicht anders kann man es beschreiben, wenn man sich dem Themenkomplex "Herzensangelegenheiten" zuwendet. Ungeduldig als Folge in zwei Stunden das jüngste Gericht versucht man heutzutage binnen kürzester Zeitspanne seine eigene Herde zu gründen. Kleinrudel, sagen wir, denn es kostet ja nichts, Partner.
Sympathie verspürt der Igel nach 2-17 apokalypsenähnlichen Anbandelungen nur noch zum Worte der Zeitteilung. Das große Gehetze seien wir ehrlich ist eben genau an dieser Stelle unseres Daseins mehr als Fehl am Platze. Wie von einem anderen Stern herkommend, ist es mehr als ungewöhnlich sich an einem Tag einmal nicht zu melden.

So und nicht anders sind nicht die weiblichen sondern geradezu die männlichen Prediger des Weltuntergangs in naher Zukunft, die es eilig haben. Am Boden zerstört kauen sie dann nicht nur aufgrund von etwaigen Umwegen, sondern auch fehlender Nachrichten auf ihrem Mobilfunktelefon. Vorbei die Männchenabende all incl. Unsicherheit die unfreiwillig einfach mitgebucht wird.

So beschreiben zu mancher Zeit gern in mehrfacher Weise ein Ding, eine Sache, die an Doppeldeutigkeiten nicht mehr zu leugnen sind. Ein Beispiel zum Mitnehmen sind Türen die im Falle des Falles, nämlich wenn man keinen Ausweg mehr weiß, einen Notausgang zur Verfügung stellen. Derjenige, welche zuvor noch Zu- wahlweise Eingang darstellte, kann nun fremd-, ver-, und sogar entwendet werden.

Es ist nicht ganz abwegig, dass wir im Alltag so mancherlei Eingänge betrachten und sie früher oder später als Ausgang zur vorhandenen Not nutzen. Notausgang- der Ausgang aus der Not. Praktischer Weise deklariert als solcher wie die Lastwagen mit Stickern was innen steckt. "Ich bin toter Fisch aus Wasserland" oder "ich bin Schweinchen von Gut Hermann aus Schweinfurt" so steht auf allem von uns ein Name, eine Bezeichnung die bestenfalls notwendige Angaben macht. Schlechtestenfalls um zu suggerieren in was wir investieren. Da die schönsten Dinge im Leben jedoch eh unbezahlbar sind, ist Luxus nichts weiter, als die Möglichkeit zu haben, andere Wege zu gehen und zu wissen welche Wünsche die eigenen sind. Freiwillig zu verzichten gehört ebenfalls zum Luxus des Igels. So wird Reichtum zu dem Realem was einen umgibt. Wie die Motte das Licht sucht, sucht der Igel nach Parallelen die dann und wann auftauchen wenn man geschupst wird und trotzdem stehen bleibt. Nur weil man es kann.

Das Dasein mit seiner schwindend geringen Zeit um da zu sein, ist eine Busfahrt an immer fortan erneut auftretenden Haltestellen, die schneller auftauchen, als das man "stop" drücken kann. So ist man wahlweise in diesem Moment noch hier und im nächsten am Ende der Welt.

Am Ende des Tages wahlweise unserer Welt ist es der Umstand der Endlichkeit der uns anhält realistisch die ganze Nummer, die goldene Mitte und sagen wir, weil es kostet ja nichts, das Verhältnis zu allen zu Suche .

Ohne Plan im Gepäck versuchen wir dann dort anzukommen, wo das Sein sein darf, das ich aufhört und bestenfalls, wenn Weihnachten auf Ostern fällt das wir beginnt.

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